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Das iPhone im Unterricht

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Normalerweise geht es im Musiklehrerblog tastengott ja vor allem um kostenlose Software und kostenlose Webangebote. Doch manchmal muss man über seinen Schatten springen und auch über Dinge schreiben, die Geld kosten. In diesem Falle über das iPhone oder den iPod Touch, doch eigentlich nicht so sehr über die Geräte selbst, sondern über das, was man mit beiden im Unterricht anfangen kann. War ich zu Beginn skeptisch und der Meinung, dass ein iPhone doch eh nur wieder so ein Yuppie-Spielzeug sei, das niemand brauche, möchte ich heute nicht mehr darauf verzichten und meine Schüler haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass ich es regelmäßig dabei habe und auch im Unterricht nutze – so wie andere Kollegen ihre PDAs oder Laptops oder rote Büchlein.

Um Euch teilhaben zu lassen an dem, was das iPhone für mich im Unterricht unentbehrlich macht, möchte ich gerne einen etwas ausführlicheren Bericht dazu verfassen und neben den offensichtlichen Funktionen vor allem auf Programme eingehen, die mir das Leben als Musik- und Englischlehrer erleichtern. Diese Programme sind nicht alle kostenlos, aber bei iPhone-Programmen reden wir von Preisspannen zwischen 0,79 € und 25,- €, wobei sich der Großteil im Bereich unter 10,- € aufhält.

Hörbeispiele für den Unterricht
Eigentlich die naheliegenste Einsatzmöglichkeit des iPhones oder des iPod touch (im Weiteren beziehe ich mich nur mehr aus das iPhone, alle Programme laufen aber auch auf dem iPod touch) – ich habe schlicht alle meine Stücke, die ich für den Musik- und auch für den

JBL onStage micro

Englischunterricht brauche immer bei mir, denn ich habe alles digitalisiert und in meinem iTunes abgelegt. Dort habe ich Playlisten für die einzelnen Klassen angelegt, so dass ich blitzschnell alle Hörbeispiele und Hörtexte für den Unterricht parat habe. Ich habe an allen Musikanlagen unserer drei Musikräume Kabel von Cinch auf kleine Klinke angeschlossen, so dass ich überall meinen Laptop oder eben mein iPhone anschließen kann, um meine Hörbeispiele dort abspielen zu können – CDs schleppen  und in der Schultasche verkratzen war für mich gestern.

Im Englischunterricht ergänze ich das iPhone durch das tragbare, sogar per Batterie zu betreibende Boxensystem JBL On Stage micro, welches sehr klein aber laut genug ist, den Hörtext für die Englischstunde auch noch in der letzten Reihe unserer teils großen Klassenräume hörbar zu machen.

Hörbeispiel vergessen – kein Problem dank SimplifyMusic
Trotz digitaler Unterrichtsvorbereitung vergesse auch ich schon einmal, ein Hörbeispiel “einzupacken”. Hier tut SimplifyMusic  gute Dienste – das Serverprogramm läuft auf meinem heimischen Rechner, auf dem alle meine Musik gespeichcert ist. Sollte mir im Unterricht wirklich einmal ein Hörbeispiel fehlen, kann ich mich so bequem mit der Musikbibliothek zu Hause verbinden und dann die Musik schlicht live in den Klassenraum streamen.

Gitarre, Ukulele und Geige stimmen, Metronom für die Klasse, Griffbilder nachschlagen

GuitarToolkit

Ja, natürlich kann ich eine Gitarre nach Gehör stimmen. Aber schneller geht es in unruhigen Phasen des Klassenmusizierens einfach mit einem Stimmgerät. Und das stellt das GuitarToolkit  zur Verfügung. Für nahezu alle Saiteninstrumente und für alle möglichen und unmöglichen (Rock-)Stimmungen.

Wer schon einmal versucht hat, mit einer Klasse 11 zum Thema Minimal Music Terry Rileys “in C” zu musizieren (natürlich nur in Auszügen), der wird sich ein lautes Metronom gewünscht haben, um die Schüler im Takt halten zu können. Auch das bietet das GuitarToolkit  - einfach an die Stereoanlage anschließen und schon kommt ein gleichmäßiger Beat mit und ohne Betonungen aus dem Lautsprecher.

Da ich im Projektunterricht auch immer wieder Rockklassen unterrichte, stolpere ich manches mal über wilde Akkorde, die ich auf der Gitarre nicht spielen kann, da mein Hauptinstrument eben Klavier ist und meine Gitarrenkünste nur für die zwar lautstarken aber nicht sonderlich erfolgreichen Versuche als Punkmusiker in früher Jugend reichen. Wie praktisch, dass GuitarToolkit  für jeden nur erdenklichen Akkord das entsprechende Griffbild, meist sogar noch in verschiedenen Varianten bereit hält.

Wikipedia in der Hosentasche
“Man muss nicht alles wissen, aber man muss wissen, wo es steht.” Dieser berühmte Spruch trifft auch auf Lehrer zu. Wir wissen nicht alles. Ich zumindest nicht. Und das verlangt auch keiner. Aber es kann sehr hilfreich sein, ganz schnell mal eben bestimmte Dinge nachschlagen zu können. Oder wisst ihr alle die Töne des Tristan-Akkords auswendig? Wie gut, dass es Wikipedia gibt und wie gut, dass wir als studierte Leute darin Gutes von Schlechtem und Überflüssiges von Kerninformationen trennen können. Und dann ist es durchaus legitim, mal eben schnell etwas nachzuschlagen. Deshalb gehört bei mir Wikipanion Plus  auf den Homebildschirm.

Können Sie mir mal eben meine Note sagen?

Dropbox

Ja, klar. Oder, nein, warte ich habe die Notenliste gerade nicht dabei. Ich mache meine Notenlisten nämlich digital und habe die Exceltabellen auf dem Rechner. Den habe ich oft, aber eben nicht immer bei mir. Dank Dropbox komme ich aber nun immer und überall an meine Daten – der Einstiegsaccount mit 2GB Online-Speicher zwecks Synchronisation mit den eigenen Dateien ist kostenlos – die zugehörige iPhone Applikation  übrigens auch. So habe ich meine Notenlisten ebenso immer bei mir, wie auch Arbeitsblätter der letzten Stunde – die kann ich so nach einer Krankheit genesenen Schülern in der Folgestunde ruckzuck per E-Mail nach Hause schicken.

Das PONS immer dabei:
Für Musiklehrer weniger interessant als für Fremdsprachler – ich habe immer das PONS Wörterbuch Englisch<->Deutsch  sowie das Longman DCE  auf meinem iPhone. Denn auch hier gilt: Ich kann nicht alles wissen. Wenn aber die Sechtsklässlerin gerne etwas über ihre neue Reitgerte schreiben möchte? Dann schaue ich kurz nach.

Notenverwaltung:
Über TeacherTool  habe ich bereits berichtet – ein wertvolles Werkzeug für JEDEN Lehrer mit iPhone. TeacherTool verwaltet mündliche und schriftliche Noten der Schüler, errechnet Quartalsnoten und schlägt Zeugnisnoten vor, dient als virtuelles Kursbuch und verwaltet neben Fehlstunden auch alle anderen Dinge, die sonst auf kleinen Papierzetteln aufgeschrieben und später verloren werden.

Per Synchronisation mit dem Computer exportiert TeacherTool alle Noten als Excel-Tabelle und ermöglicht so das problemlose Weiterarbeiten mit eigenen Tabellen bzw. Kalkulationen.

Und ihr – nutzt ihr auch das iPhone?
Setzt ihr auch ein iPhone oder einen iPod touch im Unterricht ein? Warum? Warum nicht? Welche Applikationen sind für euch unverzichtbar geworden? Lasst es mich wissen – vielleicht fehlt mir noch ein unabdingbares Programm

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TeacherTool – Notenverwaltung

8 Antworten : Das iPhone im Unterricht”

  1. sdorok sdorok sagt:

    Das iPhone im Unterricht – http://www.tastengott.com/das-iphone-im-... #Schulmusik #Musik #Schule #fb
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  2. sdorok sdorok sagt:

    Das iPhone im Unterricht – http://www.tastengott.com/das-iphone-im-... #Musik #Schule #fb
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  3. schb schb sagt:

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  4. lerntools lerntools sagt:

    RT @sdorok: Das iPhone im Unterricht – http://www.tastengott.com/das-iphone-im-... #Schulmusik #Musik #Schule #fb
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  5. Hallo Sebastian,
    wieder einmal eine super Sammlung an Informationen. Eine App, die ich ergänzend zum Unterricht einsetze, ist die Wordpress App (http://iphone.wordpress.org/). Mit Hilfe dieser lassen sich aus dem Unterricht heraus Informationen auf den Schülerblog aufspielen.
    LG

  6. sdorok Sebastian Dorok sagt:

    @Michael – die App kenne ich natürlich auch – aber was für ein Schülerblog betreibst Du und wofür nutzt Du es?

  7. Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Auflistung der Hausaufgaben, Verlinkungen zum Thema, Informationen für die Eltern (hauptsächlich habe ich gerade 7er).
    Für meine Examensreihe habe ich zudem Podcastfeeds darüber laufen lassen.
    Das ganze ist zu finden unter http://schule.der-horb.de

  8. theiming theiming sagt:

    Noch nicht getestet, sieht aber richtig gut aus:
    http://www.wallanderinstruments.com/wiviband/

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